Statotest

EDIH Sachsen Machbarkeitsstudie in der Gemeinde Elterein, Sachsen

EDIH Machbarkeitsstudie

Was ist EDIH Sachsen?

EDIH Sachsen ist ein europäisches digitales Innovationszentrum, das sich auf die Unterstützung der digitalen Transformation und Innovation in der Region Sachsen konzentriert. Ziel ist es, Fachwissen, Technologie und finanzielle Unterstützung für Projekte bereitzustellen, die zur Entwicklung digitaler Infrastrukturen und innovativer Lösungen beitragen.

Was ist das Ziel der Machbarkeitsstudie?

Ziel der Machbarkeitsstudie ist es, die potenziellen Kosteneinsparungen und Vorteile für die öffentliche Sicherheit zu bewerten. Die Studie umfasst die Erprobung des Statotest-Überwachungssystems im Umfeld der Verwaltung kommunaler Immobilien und Infrastrukturen und den Vergleich mit bereits verwendeten Technologien. Das Projekt konzentriert sich auf die Definition der erwarteten Ergebnisse und der Kooperationsdetails mithilfe agiler Methoden.

Pilotprojekt: Praktische Tests von Online-Überwachungssystemen für geologische Veränderungen und potenzielle Felsstürze

Projektübersicht: Die Zusammenarbeit zwischen der Stadtverwaltung Gemeinde Zwönitz und Statotest s.r.o. zielt darauf ab, die öffentliche Sicherheit zu erhöhen und die Wartungsplanung durch praktische Tests von Online-Überwachungssystemen für geologische Veränderungen und potenzielle Felsstürze zu optimieren. Dieses innovative Projekt nutzt fortschrittliche Technologie, um Echtzeitdaten und prädiktive Erkenntnisse bereitzustellen, die die Stabilität und Sicherheit verschiedener Strukturen gewährleisten.

Projektpartner:

  • Stadtverwaltung Gemeinde Elterein/Zwönitz:
  • Die Stadtverwaltung befindet sich im Bundesland Sachsen, Deutschland. Die Stadtverwaltung ist offen für innovative Lösungen zur Verbesserung kommunaler Aufgaben und Verringerung des dazu erforderlichen Aufwandes. Insbesondere soll die öffentliche Sicherheit und das Management der städtischen Infrastruktur verbessert werden.
  • Statotest s.r.o.: Ein Technologie-Start-up mit Sitz in Liberec, Tschechische Republik, das sich auf die Entwicklung von Überwachungssystemen für Infrastrukturobjekte wie Brücken, Masten und Stützmauern spezialisiert hat. Statotest wurde 2020 gegründet und hat bereits zahlreiche Anwendungen in der Tschechischen Republik und darüber hinaus.

Projektstandort: Felsformation unterhalb einer kommunalen Straße „Kleiner Anger“ in der Gemeinde Elterlein, Sachsen.

Technologie und Implementierung: Das umfassende Überwachungssystem von Statotest nutzt künstliche Intelligenz, um zukünftige Trends vorherzusagen und sofortige Warnungen zu geben. Das System misst und zeichnet physikalische Größen auf, die den aktuellen Zustand von Strukturen anzeigen, und unterstützt so die Planung von Reparaturen und Wartungsarbeiten. Wichtige Merkmale umfassen:

  • Hardware: Sensoren, die relevante Werte an Konstruktionen sammeln und für den effizienten Einsatz durch Kunden entwickelt wurden.
  • Software: Cloud-basierte Plattform zur Datenerfassung, -verarbeitung und -anzeige, die auf die Bedürfnisse der Kunden zugeschnitten ist.

Projektziele: Das Projekt zielt darauf ab:

  • Die praktische Eignung und Vorteile von Stabilitäts-(Geo-)Überwachungssystemen zu testen.
  • Das Potenzial für Kosteneinsparungen und Vorteile für die öffentliche Sicherheit zu bewerten.
  • Agile Methoden und Startup-Kultur in bestehende Institutionen einzuführen.
  • Ein innovatives und kooperatives Denken innerhalb der Stadtverwaltung zu fördern.

Projektplan: Die Zusammenarbeit beginnt mit einem Einführungsworkshop, in dem die Projektdetails mithilfe agiler Methoden definiert werden. Die Implementierungsphase umfasst die Erprobung des Statotest-Überwachungssystems im Umfeld der Stadtverwaltung mit verschiedenen Hardware-Konfigurationen, je nach Digitalisierungsgrad der Konstruktion. Das Projekt umfasst:

  • Messungen: Neigung, Vibrationen, Temperaturen, Feuchtigkeit und genaue Position (Segmentverschiebung), Eissensor.
  • Geräte: Statobox Safebox, externe Beschleunigungssensoren, Dilatometer.

Projektzeitplan:

  • Einführungsmeeting: 23. Januar 2025
  • Installation der Pilottechnologie: 30. Januar 2025
  • Erstes Evaluationsmeeting: April 2025
  • Abschließendes Evaluationsmeeting: Mai/Juni 2025

Ziel: Diese Zusammenarbeit erhöht nicht nur die Sicherheit von öffentlichem und privatem Eigentum, sondern fördert auch Innovationen und eine effiziente Verwaltung der Infrastruktur. Durch die Einführung der fortschrittlichen Überwachungssysteme von Statotest kann die Stadtverwaltung Gemeinde Zwönitz die Stabilität und Sicherheit verschiedener Strukturen gewährleisten, was letztendlich der gesamten Gemeinschaft zugutekommt. Dieses Pilotprojekt zielt darauf ab, diese Annahme unter realen Bedingungen zu überprüfen.

Projektergebnisse

Das Projekt lief bis zum 30. Juni. Am 1. Juli trafen sich alle Beteiligten zur Abschlussbesprechung. Teilnehmer waren:

  • Michal Resl, Statotest
  • Ute Hahn, Gemeinde Elterlein/Zwönitz
  • Marco Ludwig, Gemeinde Elterlein/Zwönitz
  • Willy Eckert, Ingenieurbüro Eckert GmbH

Das Projekt erreichte seine Ziele: Die Gemeinde erprobte den Einsatz einer modernen Online-Technologie für die Bauwerksüberwachung. Die zuständigen Mitarbeiter erhielten online einen aktuellen Überblick über das Verhalten des überwachten Felsgesteins. Die Bürger profitierten von einer verbesserten Sicherheit durch die Online-Überwachung potenzieller Steinschläge.

Agile Methoden wurden eingesetzt, um die Projektziele zu definieren, das Monitoring-Konzept zu erstellen, den Ansatz für die Sensorinstallation festzulegen, mit dem Online-Cloud-Portal Statotest zu arbeiten, die erfassten Daten zu erfassen und deren Bedeutung zu interpretieren.

Die vom Statotest-System erfassten Daten wurden mit klassischen Methoden zur Messung von Gesteinsveränderungen verglichen. Laut Herrn Eckert, Gründer und Inhaber von „Gebäudesicherung Eckert“ (Überprüfung und Überwachung der Standsicherheit von Gebäuden) und „Ingenieurbüro Eckert“ (Baugrunduntersuchung, -prüfung, -überwachung) waren die Ergebnisse „sehr gut, da sie plausibel sind und beide Datensätze (Statotest und klassische Messungen) gut übereinstimmen und den erwarteten Trend widerspiegeln, der auf Erfahrungen mit diesem Standort und dem bekannten Verhalten des Gesteins unter diesen Bedingungen basiert.“

Laut Marco Ludwig von der Verwaltung Zwönitz/Elterlein „ist das System sehr nützlich, da es die Effizienz der kommunalen Abläufe steigert: Es liefert qualitativ hochwertige Ergebnisse (mit der gleichen Auflösung wie klassische Methoden), ist aber in Echtzeit verfügbar und online zugänglich – sodass keine Besuche vor Ort erforderlich sind.“ Alle Beteiligten (Stadtverwaltung, Ingenieurbüro und Statotest) haben großes Interesse an der Fortsetzung der Zusammenarbeit zur weiteren Verifizierung der Ergebnisse und Aufzeigen weiterer Einsatzmöglichkeiten. Die Machbarkeitsstudie zeigte deutliche Vorteile – nicht nur für die Verwaltung, sondern auch für das Ingenieurbüro, das nun den Einsatz solcher Technologien bei zukünftigen Projekten für Städte, Gemeinden und weitere öffentliche Träger erwägt.

Die Überwachung des Felsens „Kleiner Anger“ wird auch über den Winter fortgesetzt, um weiterhin Daten zu sammeln.

Projekt-KPIs

  • Schulungen und Workshops: Anzahl der Sitzungen: 2
    Wir führten einen Eröffnungsworkshop durch, um die Zusammenarbeit zu definieren, und einen Workshop zur Halbzeit, um Erfahrungen auszutauschen und die Rahmenbedingungen zu verfeinern. Der Abschlussworkshop fand online statt.
  • Geschulte Personen: Anzahl der geschulten Personen: 3
  • Kommunikationsreichweite: Erreichte Personen: 10
    Einschließlich der Einwohner der Stadt und der Eigentümer des Nachbargrundstücks •
  • Getestete Szenarien: Anzahl der getesteten Szenarien: 2
    Die Rahmenbedingungen ermöglichten es, weitere Szenarien unter verschiedenen Wetterbedingungen zu testen.
  • Online-Kommunikationsworkshops: Anzahl der Workshops: 3
    Wir führten mehrere Workshops durch, um die Erfahrungen auszutauschen und mögliche Rahmenbedingungen zu diskutieren.
EBeispiel erfasster Beschleunigungswerte, Kanal 0
Beispiel erfasster Beschleunigungswerte, Kanal 1